Unterstüzung des COMDIS Prozess

Der Comdis Prozess

Das neue Format COMDIS führt zum 1.12.2019 eine neue Möglichkeit ein, die Korrektheit von Lieferscheinen und Netznutzungsabrechnungen zu klären.

Der bisherige Prozess, dass eine Netznutzungsabrechnung (INVOIC) mit einem positiven oder negativen Zahlungsavis (REMADV) beantwortet wurde, hat den Nachteil, dass mit der INVOIC bereits interne Buchungsprozesse angestoßen werden, die bei Ablehnung dann storniert werden müssen. Im Rahmen der MaKo 2020 wurde daher ein Klärungsprozess vorgeschaltet, bei dem mit einem Lieferschein (MSCONS) angekündigt wird, welche Werte später in der INVOIC stehen sollen. Der Lieferschein wird mit einer positiven oder negativen IFTSTA beantwortet, je nachdem, ob die Werte korrekt sind oder nicht. Im anschließenden INCOIC-REMADV Prozess können dann direkt die korrigierten Werte verwendet werden. Damit sollten Stornierungen weitestgehend vermieden werden.

Die COMDIS ist ein neuer Nachrichtentyp, mit dem negative IFTSTA oder REMADV richtiggestellt werden können. Jede negative IFTSTA und REMADV enthält einen Ablehnungsgrund (MaLo nicht vorhanden, Werte falsch etc.). Mit Hilfe der COMDIS kann der Versender des Lieferscheins bzw. der Netznutzungsabrechnung Nachweise schicken, dass dem Ablehnenden die bemängelten Informationen bekannt sein müssen.

Beispiel: Eine MSCONS wird mit dem Hinweis “Marktlokation nicht bekannt” abgelehnt
In der COMDIS wird eine Referenz auf die UTILMD geschickt, mit der die Stammdaten der MaLo übermittelt wurden, sowie die Referenz der positiven CONTRL, mit der der Ablehnende den Empfang dieser UTILMD bestätigt hat.

In einer COMDIS werden damit drei Nachrichten referenziert:

  • die Ablehnung (IFTSTA / REMADV), der der Sender widersprechen möchte,
  • der Nachweis, die fachliche Nachricht, weshalb die Ursprungsnachricht (MSCONS / INVOIC) des Senders rechtens sei,
  • die positive CONTRL (Quittung) der fachlichen Nachricht.

Im Idealfall wird der Ablehnende eine neue positive Antwort schicken, die die Ablehnung überschreibt. Wenn nicht, stehen zumindest die erforderlichen Dokumente für eine bilaterale Klärung zur Verfügung.

Technische Unterstützung

Der Nachweis, dass eine Anfrage rechtens ist, wird durch die fachliche Systeme bzw. durch den Fachbereich verwaltet und erbracht. Dieser Zusammenhang ist in der B2BBP nicht bekannt oder ersichtlich. Die meisten fachlichen Systeme haben aber keinen Zugriff auf Quittungsnachrichten. Keines der Systeme hat damit die gesamten Informationen vorliegen. Um dem Fachbereich / dem fachlichen System den COMDIS Prozess zu ermöglichen, wird in der B2BBP eine neue SOAP Schnitsttelle implementiert, welche die Quittung zum Nachweisn liefert.

Diese SOAP-Schnittstelle ist in Entwicklung und wird ungefähr wie folgt aussehen:

  • Anfrage: Datenaustauschreferenz (UNB) des Nachweises zusammen mit den MPIDs vom Sender und Empfänger der Nachricht (Da Dateiaustauschreferenzen nur mit Sender und Empfänger eindeutig sind, müssen diese Informationen bei der Anfrage mitgelifert werden)
  • Antwort: Datenaustauschreferenz der Quittung.

Technische Dokumentation

Hier folgt ein Link auf die technische Dokumentation

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